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Und nun wartet das A-Finale!

Dank einer unvergleichlichen Aufholjagd sicherte sich Magdalena Lobnig mit Platz drei im Halbfinale den A-Finaleinzug bei der Ruder-WM in Sarasota.

Österreichs Parade-Ruderin Magdalena Lobnig konnte sich am Freitagabend bei den Ruder-Weltmeisterschaften in Sarasota/Florida für das A-Finale der Damen Einer-Klasse qualifizieren. In einem Semifinale, das an Dramatik kaum zu überbieten war.  

Die Olympia-Sechste von Rio wusste bereits am Vortag, dass das Rennen um den Finaleinzug ein schweres Stück Arbeit wird: „Es wartet eine richtige Challenge, denn die Konkurrenz in meinem Heat ist enorm stark“. Speziell vor der Schweizerin Jeannine Gmelin, Felice Müller aus den USA und der Irin Sanita Puspure zeigte Lobnig großen Respekt. „Das ist wie ein vorgezogenes Finale“, meinte die Weltcup-Gesamtsiegerin. 

Mit dieser Einschätzung sollte sie recht behalten. Zwar diktierte am Beginn die Deutsche Annekatrin Thiele das Feld, allerdings dicht gefolgt vom Trio Gmelin, Müller und Puspure. Lobnig selbst kam in der Anfangsphase nicht aus dem hinteren Drittel heraus, passierte die 1.000-Meter-Marke lediglich an fünfter Stelle liegend.  

Selbst in der zweiten Rennhälfte sah es lange so aus, als müsste sich Lobnig frühzeitig vom Traum einer WM-Medaille verabschieden. Doch auf den letzten 200 Metern zündete die 27-jährige einen Turbo, holte sukzessive Schlag um Schlag auf und passierte im letzten Moment nur wenige Zentimeter vor der Amerikanerin Felice Müller in einer Zeit von 7:27,79 Minuten als Dritte die Ziellinie. Der Rückstand auf die Siegerin Jeannine Gmelin betrug am Ende nur 89 Hundertstel. Damit war das Ticket für das A-Finale gesichert.  

„Ich habe den Start ein wenig verschlafen, vielleicht bin auch etwas zu cool ins Rennen gegangen. Und wenn man bei dieser Konkurrenz nicht von Beginn 100 Prozent gibt, fährt man gleich einmal hinterher. Da geht dann nämlich richtig die Post ab. Aber zum Glück hat es noch gereicht und mich fürs Finale wachgerüttelt“, analysierte Lobnig nach dem Rennen. 

Nun ist volle Konzentration auf die Medaillenentscheidung am Sonntag angesagt, die um 16:57 Uhr MEZ in Szene gehen wird. Lobnig stellt abermals klar: „Das Pflichtprogramm ist erfüllt, nun wartet am Sonntag die Kür. Mein Minimalziel ist eine Medaille, darauf bin ich eingestellt. Alles andere wäre eine Enttäuschung. Es wird aber mit Sicherheit eine ganz enge Kiste werden“. 

Neben dem Boot aus Österreich konnten sich noch die Boote aus England, Niederlande, Kanada, Schweiz und Irland für das A-Finale qualifizieren. 

Ruder-Weltmeisterschaft 2017
25. Sept. - 1. Okt. in Sarasota/Florida (USA)

Ergebnis W1x (Damen Einer) Semifinale B2

1. Jeannine Gmelin (SUI) 7:26,90
2. Sanita Puspure (IRL) +0,03 Sec.
3. Magdalena Lobnig (AUT) +0,89
4. Müller Felice (USA) +0,90
5. Annekatrin Thiele (GER) +12,49
6. Hannah Osborne (NZL) +21,14

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